Steine und Mauern

Kisten öffnen – Gegenstände sichten – Gegenstände aussortieren …

Es ist, als ob man Mauern, die man um sich aufgebaut hat, niederreisst. Doch beim Niederreissen fallen Steine herab, sie liegen da und dort und blockieren den Weg.

Steine zusammen sammeln und an einem anderen Ort zusammentragen – aufpassen, dass nicht wieder eine neue Mauer entsteht.

Nicht jeder Stein im eigenen Leben muss zu einem Turm aufgebaut werden – manchmal ist es auch hilfreich ein Bauwerk wieder abzureissen – abzubauen – rückzubauen.

Steine aus dem Weg räumen – den Weg freimachen – befreien.

Frei machen – frei werden für das, was werden kann und will.

Die Luft wieder spüren, die die Mauer nicht mehr durchgelassen hat – Luft zum Atmen erhalten.

Das Licht sehen, welches leuchtet – und nun nicht mehr durch das Mauerwerk verdeckt ist.

Die Steine wegbringen, aus dem Weg schaffen – Weite sehen und wahrnehmen.

Offen sein für Neues – offen sein für einen neuen Weg – offen sein für das, was Gott vorgesehen hat.

Die Luft, das Licht und die Freiheit wahrnehmen und gespannt sein, wohin der weitere Weg führt.

Und bis dahin – Geduld haben – Geduld lernen und hoffen zu erkennen, was Gottes Wille ist.

Ausmisten die Zweite

Auch heute habe ich wieder ausgemistet. Ja, es gibt viel zu tun – auch weiterhin.

Wenn zwei Menschen mit ihrem jeweiligen Hausrat zusammen in ein 7-Zimmer (Pfarr-)haus ziehen und nach und nach das Haus, die Garage und den Speicher füllen, dann ein paar Jahre später in eine 4,5 Zimmer-Wohnung ziehen und vor dem Umzug nur wenig Zeit bestand zum Ausmisten und nach dem Einzug in die Wohnung ebenfalls keine Zeit dazu blieb, dann wird es irgendwann einmal Zeit dazu. In den letzten Jahren, seit wir in dieser Wohnung wohnen, habe ich an der Uni studiert, mein Mann gearbeitet und wir haben viele Bücher-Brockis entdeckt, also Geschäfte, wo man gebrauchte Bücher preiswert erwerben kann. So kam dann das ein- oder andere Buch in unseren Besitz und somit in unsere Wohnung.

Nun ist damit erst einmal Schluss. Nicht, dass wir keine Bücher mehr lieben, nein, jetzt wird erst einmal Platz geschafft. Zeitschriften durchschauen und wegwerfen. Bücher aussortieren, doppelte Haushaltsgegenstände in Kartons packen und überhaupt mal einen Schrank nach dem anderen ausräumen und nur noch einräumen was wirklich gebraucht wird und wirklich wichtig ist und der Rest kommt weg. Wenn das alles mal geschafft ist, kommt noch der Keller und der vollgepackte Speicher. Was sich dort wohl noch alles so finden lässt, in den Kisten und Schachteln, die schon so lange dort rum stehen?

Und dann mal endlich die Brocki anrufen, damit sie unsere Bücher und gut erhaltenen Haushaltsgegenstände und sonstiges abholt und diese für einen guten Zweck verkaufen kann. Vielleicht sollte man dies jetzt schon mal tun und dann später ein zweites Mal. Dann ist schneller der Erfolg sichtbar und das ist wichtig.

Ausmisten macht Arbeit, aber ich freue mich immer mehr über den hoffentlich bald entstehenden Freiraum – damit wieder mehr Luft zum Atmen da ist. Noch ist es ein Verlagern von A nach B (von den Gegenständen die wir in die Brocki geben wollen) und das macht mal gerade überhaupt keinen Platz, aber das wird sich sicherlich auch bald ändern.

Hoffentlich hält meine Ausmist-Energie noch länger an – damit ich diese noch lange nutzen kann.

So – genug für heute.