Weih­nach­ten

Nicht das Lau­te ist das, was wirkt,
nicht das Star­ke ist entscheidend,
auch nicht das Geld, der Ruhm und die Anerkennung.

Das Lei­se ist es, was berührt,
das Schwa­che ist uns nah.

Das, was am An­fang un­schein­bar scheint,
das, was wir nicht be­ach­ten oder wo wir dar­über hin­weg­se­hen, ist es,
was wirk­lich groß ist.

Das Klei­ne wird groß,
das Schwa­che wird stark,
das Ein­fa­che zu et­was Besonderem.
Die Dun­kel­heit wird erhellt,
die Nacht erleuchtet.

Die ein­fa­chen Men­schen er­kann­ten die Zeichen,
die Wei­sen mach­ten sich auf den Weg,
auf den Weg zu dem ein­fa­chen Ort,
an dem Gro­ßes geschah.

Ein Er­eig­nis, das die Welt ver­än­dern sollte.
Ein Ge­sche­hen, was die Men­schen be­rüh­ren und er­fül­len sollte,
was den Men­schen Frie­den und Freu­de bringt.
Ein Licht in der Dunkelheit
und Lie­be, die im­mer und ewig währt.
Da­mals und heu­te noch.

Das al­les und so viel mehr,
durch Je­su Geburt.

Ilo­na An­deregg, Weih­nach­ten 2017

 

Feu­er, Frie­den, Licht

Es kann noch so kalt sein,
Gott wird dich in­ner­lich erwärmen.

Es kann noch so stür­misch sein,
Gott wird dir tie­fen Frie­den geben.

Es kann noch so dun­kel sein,
Gott gibt dir ein in­ne­res Licht,
so dass dich kein Weg ins Düs­te­re führt,
du nicht wan­ken musst und nicht erkalten.

Gott ist dein Feu­er, dein Frie­den und dein Licht.

Bleib bei Gott und er bleibt bei dir.
Geh zu Gott und er geht mit dir.
Ver­wei­se auf Gott und dein Weg wird nie mehr ein­sam sein,
denn dann wer­den auch an­de­re Men­schen mit Gott und dir un­ter­wegs sein.

Gib ab vom Feu­er, von der in­ne­ren Ru­he und vom Licht, das du von Gott er­hal­ten hast und im­mer wie­der er­hältst. So kannst du es vermehren.

Sei selbst Feu­er, Frie­den und Licht.

Sei im­mer mehr Gott, nicht Gott selbst, aber wer­de Gott im­mer ähnlicher.

Geh mit Gott, fol­ge Je­sus nach, wand­le in sei­nem Geist,
da­mit die Welt wär­mer, fried­li­cher und hel­ler wird,
dank Got­tes Hil­fe und dank dir. Amen.

Ilo­na An­deregg, 27.09.2017

Buch, Buch­hand­lun­gen und die Fra­ge: „Wie kön­nen wir Chris­ten ein­la­dend sein?“

Wenn man Bü­cher schreibt, muss man auch da­für sor­gen, dass be­kannt wird, dass es sie gibt. Da­her bin ich mit Le­se­pro­be, Fly­er und Buch los­ge­zo­gen, um mein Buch in den Buch­hand­lun­gen vorzustellen.

Es kos­te­te mich Über­win­dung, aber trotz­dem ging ich fro­hen Mu­tes in den ers­ten Buch­la­den. Ich stell­te mich der Buch­händ­le­rin vor und zeig­te ihr mein Buch. Sie schau­te nur kurz auf die Rück­sei­te und sag­te „Aha, bei epu­bli ver­öf­fent­licht, das ist gut, das ist dann nor­mal be­stell­bar“, leg­te das Buch zur Sei­te und re­de­te von Zah­len, Kos­ten, Um­sät­zen, Ge­win­nen und da­von, wie vie­le Bü­cher pro Jahr auf den Markt kä­men und, und, und. Au­ßer­dem wür­den Kun­den, die christ­li­che Bü­cher su­chen, nicht zu ih­nen kom­men (ob­wohl sie ei­ne Ecke ha­ben, wo es christ­li­che Li­te­ra­tur gibt). Kurz und knapp: Sie schau­te sich die Le­se­pro­be nicht an, schau­te nicht ins Buch, las auch nicht die Be­schrei­bung auf der Rück­sei­te und der Fly­er war eben­falls un­in­ter­es­sant. Fa­zit: Ich bin wie­der ge­gan­gen und ha­be al­les wie­der mit­ge­nom­men. Scha­de, dass es in die­sem Buch­la­den nur um Zah­len geht und man mir als Kun­din und re­gio­na­le Au­torin kei­ne Chan­ce gibt.

Dann bin ich in ei­ne wei­te­re Buch­hand­lung ge­gan­gen. Die Chefs wa­ren nicht an­we­send, aber ei­ne sehr freund­li­che Mit­ar­bei­te­rin. Sie nahm die Le­se­pro­be und den Fly­er ent­ge­gen, schau­te sich das Buch an und sag­te mir, dass sie ih­re Chefs in­for­mie­ren wür­de. Ich sol­le bei Ge­le­gen­heit ein­fach noch ein­mal rein­schau­en und auch mal selbst mit den Chefs re­den. Das war für mich sehr erfreulich.

Jetzt gab es noch ei­ne wei­te­re Buch­hand­lung, ei­ne christ­li­che, aber dort war ich das letz­te Mal drin, be­vor ich in die Schweiz ge­zo­gen bin. Aber mir ge­fiel es dort nicht, es war ir­gend­wie ko­misch (ich weiß nicht, wie ich es aus­drü­cken soll). Ich zö­ger­te, soll ich dort hin­ge­hen oder bes­ser nicht? Da ich aber mein Buch be­kannt ma­chen möch­te, war ich mu­tig. Ich schau­te durchs Fens­ter in den La­den und sah zwei Frau­en hin­ter ei­ner The­ke und ei­nem Tisch. Ich öff­ne­te die Tür und ging hin­ein. Ich frag­te, ob ich ih­nen mein neu­es Buch vor­stel­len darf.  Die Frau hin­ter der The­ke schau­te mich an und frag­te: „Sind sie wie­der­ge­bo­re­ner Christ?“ da­bei schau­te sie mich sehr in­ten­siv an. Ich war et­was per­plex. „Ja“, sag­te ich. Es dau­er­te nur ein paar Se­kun­den da kam die nächs­te Fra­ge: „Ha­ben sie ei­ne le­ben­di­ge Be­zie­hung mit un­se­rem Herrn?“ Ach du je, was für Fra­gen und die ka­men wie aus der Pis­to­le ge­schos­sen und ich hat­te noch über­haupt kei­ne Ge­le­gen­heit mein Buch vor­zu­stel­len. „Ja, das ha­be ich“, ant­wor­te­te ich. Und schon kam die nächs­te Fra­ge: „Sind sie auf un­se­ren Herrn ge­tauft?“ Auch hier konn­te ich mit „Ja“ ant­wor­ten. Aber nun wur­de es mir doch ein biss­chen zu viel. Wo war ich da bloß „ge­lan­det“. Nichts ge­gen Fra­gen zum Glau­ben, auch nicht über mei­nen per­sön­li­chen Glau­ben, aber so? Nein, das ge­fiel mir gar nicht und so er­zähl­te ich kurz et­was dar­über, wie ich zum Glau­ben kam, dass mir Je­sus er­schie­nen sei und zu mei­nem ers­ten Buch, wo ich das al­les be­schrie­ben ha­be und dann noch et­was zum zwei­ten Buch (mein drit­tes stand erst kurz vor der Ver­öf­fent­li­chung), leg­te die Fly­er hin und sag­te, dass die Bü­cher nor­mal be­stell­bar sei­en, dreh­te mich um, wünsch­te noch ei­nen schö­nen Tag und ver­ließ um­ge­hend den La­den. Ach du je, was war das denn?

Ich ha­be mich ge­fragt, wie es ei­nem Men­schen, der noch nicht „rich­tig“ gläu­big und auf der Su­che nach Je­sus Chris­tus ist, da­mit ge­hen wür­de. Als ich mit dem Chris­ten­tum noch nichts an­fan­gen konn­te, hät­te mich die­se Be­geg­nung noch wei­ter weg vom Chris­ten­tum ge­bracht. Muss ich erst be­stimm­te Din­ge tun, be­stimm­te Din­ge er­lebt ha­ben und er­le­ben, da­mit ich Christ bin? Geht es um Leistungen?

Wer sind die Men­schen, die in die­sem Buch­la­den kau­fen? Ich als gläu­bi­ge und be­ken­nen­de Chris­tin wür­de dort nicht ein­kau­fen. Mich hat es in ge­wis­sem Ma­ße ge­schockt, wie die Frau mit mir um­ge­gan­gen ist. Ob die­se Art nicht auch an­de­re Men­schen ver­schreckt? Als ich noch nichts mit dem Chris­ten­tum an­fan­gen konn­te, emp­fand ich Chris­ten im­mer so „schlei­mig“, sie re­de­ten im­mer so süß­lich und lie­be­voll und ta­ten so lieb und nett, und doch war das Ver­hal­ten dann nicht so, wie sie es zu­erst zeig­ten. Ich woll­te mit ih­nen nichts zu tun ha­ben. In die­ser Buch­hand­lung wa­ren die Frau­en nicht lieb­lich und süß, son­dern di­rekt und fast er­schla­gend. Sie ga­ben mir das Ge­fühl, wenn ich ih­re Fra­gen nicht be­ja­hen kann, dann bin ich nicht in Ord­nung, dann stimmt et­was mit mir nicht. Wie wir­ken die­se Fra­gen wohl auf an­de­re Men­schen, war das nur für mich so seltsam?

So wie es in der Kir­che vie­les gibt, was ganz und gar nicht ein­la­dend ist, so war es das für mich in die­sem Buch­la­den auch nicht. Wä­re ich nicht schon gläu­bi­ge Chris­tin, wür­de ich es nach die­ser Be­geg­nung nicht wer­den. Das Chris­ten­tum soll­te ein­la­dend sein. Aber vie­le Chris­ten schre­cken eher ab, statt dass sie einladen.

Mich lässt dies wie­der fra­gen, wie kön­nen Chris­ten ein­la­dend sein? Wie kön­nen und müs­sen wir Men­schen be­geg­nen, da­mit sie In­ter­es­se am Chris­ten­tum ent­wi­ckeln und sie sich Gott ge­gen­über öff­nen kön­nen? Wir soll­ten uns über­le­gen, wie wir spre­chen und handeln.

Mei­ne Buch­vor­stel­lungs­tour ging dann noch wei­ter. Die Klos­ter­schwes­ter in ei­nem an­de­ren Buch­la­den be­stell­te mein Buch noch wäh­rend ich dort war und zeig­te ech­tes In­ter­es­se und auch die Fly­er von die­sem Buch und auch von mei­nem ers­ten Buch durf­te ich dort las­sen. Halleluja 🙂

Und da­mit be­ließ ich es an die­sem Tag mit dem Wer­bung ma­chen. Mei­ne Ge­füh­le wa­ren sehr durch­mischt. Von Ent­täu­schung über Freu­de und ei­nem ge­wis­sen „Schock“ war al­les da­bei. Was mir Gott da­mit wohl sa­gen will?

Still, lei­se und unauffällig

Still, lei­se und un­auf­fäl­lig. So be­gann ei­ne gro­ße Ge­schich­te, so be­gann so­gar die größ­te und wich­tigs­te Ge­schich­te für uns Menschen.

Im Dun­keln, im Ein­sa­men, in ei­nem Stall. Das war der Ort, an dem es sich zutrug.

Die An­kün­di­gung er­ging nicht an Ober­häup­ter, nicht an Ge­lehr­te, son­dern an ein­fa­che Menschen.

Es ge­schah nicht schrift­lich, nicht durch gro­ße An­kün­di­gun­gen, son­dern nur für be­stimm­te Men­schen wahrnehmbar.

Hir­ten wa­ren es, die die Stim­me hör­ten, die von der fro­hen Bot­schaft sprach. En­gel wa­ren es, die es ih­nen ver­kün­de­ten. Und die Hir­ten glaub­ten den En­geln und mach­ten sich auf den Weg. Und sie fan­den al­les ge­nau so vor, wie ih­nen die En­gel ge­sagt hatten.

Wie wür­de es uns heu­te ergehen?

Stel­len Sie sich vor, sie wä­ren im Dun­keln zu Fuß un­ter­wegs und auf ein­mal hö­ren Sie ei­ne Stim­me, die zu Ih­nen spricht. Sie se­hen sich um, kön­nen aber kei­nen Men­schen se­hen. Auch von Ih­rem Han­dy ist die Nach­richt nicht ge­kom­men. Ge­ra­de als Sie sich den­ken, dass Sie sich das al­les nur ein­ge­bil­det ha­ben, wer­den Sie er­neut an­ge­spro­chen und Sie mer­ken, die Stim­me kommt von oben. Egal, ob Sie nun et­was se­hen oder nicht, Sie hö­ren die­se Stim­me und sie ist laut und ein­deu­tig. Sie sagt Ih­nen, dass Sie sich auf den Weg zu ei­nem ge­nau be­schrie­be­nen Ort ma­chen sol­len, um dort ei­ne be­son­de­re Si­tua­ti­on vor­zu­fin­den. Sie sagt Ih­nen, dass dort der Ret­ter der Welt zu fin­den sein wird und es sehr wich­tig für die Mensch­heit sei, dass Sie sich dort hin­be­ge­ben. Was wür­den Sie tun?

Wür­den Sie sich auf den Weg ma­chen? Oder wür­den Sie schnells­tens die dunk­le Ge­gend ver­las­sen? Oder wür­den Sie an Ih­rem Geis­tes­zu­stand zwei­feln und dar­über schweigen?

In un­se­rer heu­ti­gen Zeit, wo häu­fig nur noch das ge­glaubt wird, was man selbst ge­se­hen hat oder ei­nem die Wis­sen­schaft sagt, wür­de man an Stim­men aus dem Him­mel wohl eher nicht glau­ben. Doch das ist tra­gisch. Denn auch heu­te ist Gott noch er­fahr­bar und auch hör­bar. Und auch En­gel, al­so Bo­ten von Gott gibt es heu­te noch. Da­her ist es wich­tig, sen­si­bel zu wer­den für die lei­sen und un­auf­fäl­li­gen Din­ge, die um uns her­um ge­sche­hen und für die Stim­me, die uns öf­ter er­rei­chen und uns auf un­se­rem Weg hilf­reich zur Sei­te ste­hen will und sich öff­nen für Gott, für Ihn an­sprech­bar sein, auf sei­ne Si­gna­le oder Bo­ten ach­ten, die manch­mal un­ver­hofft, still und lei­se zu uns kom­men und nicht gleich zwei­feln, nur weil es nicht ins heu­ti­ge Welt­bild passt.

Gut, dass die Hir­ten nicht ge­zwei­felt ha­ben, als sie die Stim­me des En­gels hör­ten. Gut, dass sie sich auf den Weg ge­macht ha­ben, um Je­sus, un­se­ren Ret­ter zu fin­den. Ihn, der still, lei­se und un­auf­fäl­lig in ei­nem Stall zur Welt kam, in ei­ner Krip­pe lag und auf uns war­te­te und war­tet. An ihn sol­len wir an Weih­nach­ten den­ken, ihn be­schen­ken, so wie es auch da­mals die Wei­sen aus dem Mor­gen­land ta­ten. Sie brach­ten ihm die teu­ers­ten Ge­schen­ke: Gold, Weih­rauch und Myr­rhe. Und wir? Was sol­len wir ihm kost­ba­res schenken?

Je­sus möch­te kein Gold von uns, auch kein Geld. Das, was er sich von uns wünscht, ist, dass wir uns selbst ihm schen­ken. Dass wir uns ganz hin­ge­ben an IHN, an IHN, der uns ret­ten und auf den rech­ten Weg lei­ten will. Auf den Weg zu un­se­rem himm­li­schen Va­ter, auf den Weg zu Gott.

Je­sus ist es, durch den das Licht in die Welt kam, da­mit wir nicht im Dun­keln sit­zen. Sein Licht ist es, das un­se­re in­ne­re Fins­ter­nis ver­treibt und in uns ei­nen tie­fen Frie­den ein­zie­hen lässt. Er­in­nern wir uns dar­an, wenn wir an Weih­nach­ten durch hell er­leuch­te­te Stra­ßen lau­fen oder in ge­schmück­ten Räu­men sind. Je­sus kam auf die Er­de, um uns zu ret­ten. Er weist uns den rech­ten Weg, hö­ren wir auf sei­ne Stim­me, fol­gen wir ihm nach. Amen.

Ilo­na An­deregg, Weih­nach­ten 2016

Gast­freund­schaft

Ges­tern (Sonn­tag) fuhr ich mit mei­nem Mann zu ei­ner uns un­be­kann­ten Kir­che in der Nä­he un­se­res Wohn­or­tes. Wir woll­ten die­se besichtigen.

Als wir dort an­ka­men, be­merk­ten wir durch die leicht of­fen ste­hen­de Tür, dass sich noch ei­ni­ge Per­so­nen im Ein­gangs­be­reich der Kir­che auf­hiel­ten. Zu­erst zö­ger­ten wir kurz, aber dann gin­gen wir auf die Kir­che zu. Es war kurz nach zwölf Uhr mit­tags, da­her konn­te es sich nicht mehr um ei­nen Got­tes­dienst han­deln, wir wür­den al­so nicht stö­ren. Als wir nä­her ka­men, sa­hen wir, dass es sich um ei­nen Kir­chen­kaf­fee (al­so den Kaf­fee nach dem Got­tes­dienst) han­del­te, den es in ei­ni­ge Ge­mein­den gibt. Wir gin­gen zur Tür und tra­ten ein. Die Men­schen sa­hen uns an und lie­ßen uns wort­los durch, so dass wir den Kir­chen­raum be­tre­ten konnten.

Es war ei­ne sehr in­ter­es­san­te Kir­che und ob­wohl sie ein­mal zer­stört wor­den war, gab es noch ei­ne al­te, schö­ne Wand­ma­le­rei. Auch die At­mo­sphä­re ge­fiel mir sehr gut. Wir gin­gen durch die Kir­che, blie­ben im­mer wie­der ste­hen und schau­ten uns um. Da­bei wur­den wir von den un­ter­schied­li­chen Men­schen be­ob­ach­tet, die sich dort an ver­schie­de­nen Or­ten auf­hiel­ten. Wir stan­den so­gar ein­mal di­rekt ne­ben ein paar von ih­nen, so dicht, dass wir ih­re Ge­sprä­che hö­ren konn­ten. Aber au­ßer uns selt­sam an­zu­schau­en, ge­schah nichts. Da­bei hat­te ich ge­hört, dass die­se Kirch­ge­mein­de sehr le­ben­dig und ein­la­dend sei. Ich fühl­te mich al­ler­dings nicht ein­ge­la­den, son­dern eher wie ein Son­der­ling, mit dem man nichts an­fan­gen kann, wo man sich fragt, wie es sein kann, dass sich ein Mensch ein­fach so in der Kir­che um­schaut, ein­fach so in „ih­rem“ Ge­bäu­de herumgeht?

Ich hät­te mich sehr über ein „Gu­ten Tag“ oder ein „Hal­lo“ ge­freut. Oder auch über ein paar In­fos über das Kir­chen­ge­bäu­de und/oder über ei­ne Ein­la­dung zum nächs­ten Got­tes­dienst oder zu ei­ner an­de­ren Ver­an­stal­tung ih­rer Ge­mein­de. Von der Freu­de über ei­ne Ein­la­dung zu ei­ner Tas­se Kaf­fee will ich hier ja gar nicht schreiben.

Und wie­der ist sie da, mei­ne üb­li­che Fra­ge: „Wo bleibt die Gast­freund­schaft?“ Und wo sind die Men­schen, die an­de­re Men­schen zu Je­sus füh­ren möch­ten? Wo sind die gläu­bi­gen Men­schen, die da­für bren­nen, die fro­he Bot­schaft wei­ter­zu­ge­ben? War­um bleibt man lie­ber un­ter­ein­an­der und re­det wei­ter und „wirft“ uns nur ko­mi­sche Bli­cke zu, statt ei­nen Frem­den als Chan­ce zu sehen?

In der Kir­che wird über Gast­freund­schaft ge­re­det und ge­pre­digt. Doch es bleibt bei Wor­ten, statt bei Taten.

Je­sus sprach: „Ich war fremd und ihr habt mich bei euch auf­ge­nom­men“ (Mt, 25,35b) Wür­de Je­sus heu­te noch aufgenommen?

Gott, Got­tes­dienst und Glaube

Gott, wo sind die Men­schen die dich lieben,
und dei­ne Bot­schaft verkünden?

Gott, wo sind die Men­schen, die dich in den Mit­tel­punkt stellen
und nicht sich selbst?

War­um sind Got­tes­diens­te Or­te, wo die Pfarr­per­so­nen sich selbst ger­ne ver­herr­li­chen, sich selbst fei­ern und fei­ern lassen?

War­um sind Got­tes­diens­te oft nur noch Vortragsveranstaltungen?

Wo bleibt der le­ben­di­ge Glau­ben? Wo die spür­ba­re Be­geis­te­rung für Gott? Wo das Feu­er für Je­sus Chris­tus und die Lie­be zu IHM?

Ich ver­mis­se in den Kir­chen die „Fro­he Bot­schaft“. Ich ver­mis­se in den Kir­chen die Ge­mein­schaft, das Ein­la­den­de, das mit­ein­an­der auf dem Weg sein.

Statt­des­sen füh­le ich mich in ei­nem Got­tes­dienst ein­sam, nicht be­ach­tet, wie ein un­ge­be­te­ner Gast, um den man sich nicht küm­mert, der aber doch ir­gend­wie auf­fällt, weil man ihn nicht kennt, den man aber auch nicht ken­nen­ler­nen möchte.

Ein Got­tes­dienst scheint heu­te ir­gend­wie ein Art Vor­trag zu sein. Es wird sach­lich, di­stan­ziert und in ei­nem pas­to­ra­len Ton ge­spro­chen, al­so in ei­ner Art und Wei­se, wie man es nie­mals mit­ein­an­der tut. Es ist kein nor­ma­ler Um­gangs­ton, aber auch kein fei­er­li­ches Spre­chen. Es ist mehr ein schwuls­ti­ger Sing­sang, mit ei­nem lieb­li­chen Unterton.

Häu­fig wird in Pre­dig­ten dar­auf hin­ge­wie­sen, was die Wis­sen­schaft her­aus­ge­fun­den hat, was al­les nicht so ist wie man meint, was man nicht so ge­nau neh­men muss, was al­les falsch ver­stan­den wird …, statt dass man dar­über spricht, was in der Bi­bel steht, was Je­sus sagt, was uns das Wort Got­tes gibt oder bes­ser ge­ben möch­te. Das Gu­te, das Froh­ma­chen­de, das Heil­ma­chen­de ver­kün­den, das sa­gen, was uns per­sön­lich be­trifft, was uns im Her­zen be­rührt, was uns im All­tag weiterhilft.

Es wird sich im Chris­ten­tum ge­ne­rell viel zu viel ent­schul­digt und das nicht nur auf der Kan­zel. Da schnell noch ein Kreuz von der Wand neh­men, Kreu­ze an Hals­ket­ten ver­bie­ten, dort ei­nen christ­li­chen Be­griff ab­än­dern, es könn­te sich ja je­mand dar­an „stos­sen“. Es könn­te Men­schen, die sich nicht als Chris­ten be­zeich­nen stö­ren oder sie be­lei­di­gen. Aber hal­lo!!! Wir Chris­ten sol­len uns stark ma­chen für un­se­ren Glau­ben und ihn nicht verleugnen.

Je­sus spricht: „Wer sich nun vor den Men­schen zu mir be­kennt, zu dem wer­de auch ich mich vor mei­nem Va­ter im Him­mel be­ken­nen. Wer mich aber vor den Men­schen ver­leug­net, den wer­de auch ich vor mei­nem Va­ter im Him­mel ver­leug­nen.“ (Mt 10,32–33)

Al­so ste­hen wir zu un­se­rem Glau­ben, ste­hen wir zu Je­sus Chris­tus. Be­ken­nen wir, dass ER der Herr ist.

In die Kir­chen ge­hört ei­ne Kul­tur des Will­kom­mens. Frem­de sol­len be­grüsst wer­den, und sol­len als Freun­de wie­der durch die Kir­chen­tü­re gehen.

Ge­mein­de hat mit Ge­mein­schaft zu tun. Schließ­lich gibt es et­was, was uns ver­eint und uns zu ei­ner Ge­mein­schaft macht und das ist Je­sus. Je­sus ist un­ser Zentrum.

Ich möch­te Got­tes­diens­te be­su­chen, in de­nen Gott ge­fei­ert wird. In de­nen ich mer­ke, dass es um mehr geht als nur um ei­nen theo­lo­gi­schen Vor­trag. Ich möch­te Pfarr­per­so­nen er­le­ben, die selbst be-geist-ert sind von Gott, die al­so vom Geist Got­tes be­rührt wur­den, die aus Über­zeu­gung die Fro­he Bot­schaft wei­ter­ge­ben. De­nen es ei­ne Her­zens­an­ge­le­gen­heit ist, Got­tes Wort weiterzugeben.

Ich möch­te be­rührt wer­den, ich möch­te dass die Bot­schaft in mein Herz dringt. Es soll tie­fer ge­hen, als nur in mei­nen Kopf. Es darf nicht nur beim Dar­über­nach­den­ken blei­ben, ich muss es füh­len kön­nen, es muss et­was in mir be­wegt wer­den, es muss et­was in mir aus­lö­sen, et­was in mir zum vi­brie­ren brin­gen. Es muss Aus­wir­kun­gen ha­ben in mei­nem All­tag, in mei­nem Ver­hal­ten, in mei­nem Tun, in mei­nem Leben.

Meist weiss ich nach En­de des Got­tes­diens­tes nicht mehr, was in der Pre­digt ge­sagt wur­de. Oft liegt es am Ton­fall oder am The­ma wel­ches nicht mit mir per­sön­lich zu tun hat und ich es da­her nicht in mein Le­ben in­te­grie­ren kann oder die Pre­digt ist viel zu lang und es fehlt der „ro­te Faden“.

Gott, ich wün­sche mir so sehr, dass die Men­schen auf der Kan­zel wie­der ent­flammt sind von dir. Dass sie dei­ne Lie­be wie­der spü­ren, dass sie mer­ken, dass das Hal­ten ei­nes Got­tes­diens­tes nicht ein­fach ein Job ist, son­dern et­was Be­son­de­res, et­was Kost­ba­res, Le­bens­ver­än­dern­des und Wich­ti­ges. Dass es um mehr geht, als um ein paar Wor­te, dass es um dei­ne Wor­te und dei­ne Bot­schaft geht. Dei­ne Bot­schaft an uns.

Gott, ich wün­sche mir, dass Kirch­ge­mein­den ein­la­dend sind, so dass man ger­ne wie­der­kommt. Ich wün­sche mir ein Mit­ein­an­der, fröh­li­che Ge­sich­ter, er­füll­te Blicke.

Gott, ich möch­te dich wie­der in den Got­tes­diens­ten spü­ren kön­nen. Bit­te ent­zün­de un­se­re Her­zen mit dei­ner Lie­be und sen­de uns dei­nen Hei­li­gen Geist. Stär­ke un­se­ren Glau­ben, da­mit wir uns im­mer zu Je­sus Chris­tus be­ken­nen kön­nen. Gott sei im­mer mit uns auf un­se­ren We­gen. Dan­ke für dei­ne Liebe.

Öff­ne mich

Gott, öff­ne mei­ne Augen,
da­mit ich dich se­hen kann.

Gott, öff­ne mei­ne Ohren,
da­mit ich dei­ne Wor­te hö­ren kann.

Gott, bit­te mach mein Herz ganz weit,
da­mit ich dei­ne un­end­li­che Lie­be auf­neh­men kann.

Herr, lass mich ei­ne lee­re Scha­le sein,
da­mit ich dich in dei­ner gan­zen Pracht auf­neh­men kann
und nicht ein ein­zi­ger Trop­fen von dei­ner Herr­lich­keit ver­lo­ren geht.
Amen.

 

(Aus mei­nem Buch: „Ent­flammt bin ich durch Got­tes Lie­be. Wie mys­ti­sche Er­leb­nis­se mein Le­ben veränderten“
ISBN: 978–3‑95645–125‑6)

Buch­pro­jekt

Und wie­der heißt es warten…

In den letz­ten Wo­chen oder eher Mo­na­ten ha­be ich an mei­nem neu­en Buch­pro­jekt gearbeitet.

Nun liegt mein Ex­po­sé bei ein paar christ­li­chen Ver­la­gen und ich bin ge­spannt, ob es sich um­set­zen lässt.

Die Chan­ce ein Buch bei ei­nem Ver­lag un­ter zu be­kom­men, sind ja lei­der nicht so groß, da es sehr vie­le Buch­pro­jek­te gibt.

Aber es nicht zu ver­su­chen, ist der fal­sche Weg. Denn dann ist die Chan­ce gleich null.
Nur wenn man wagt, kann man gewinnen.

Und wie heißt es so schön: Die Hoff­nung stirbt zuletzt.
Und ich ha­be Hoffnung. 🙂

 

 

Al­les hat sei­ne Zeit

Al­les hat sei­ne Zeit.
Ei­ne Zeit zum Blei­ben, ei­ne Zeit zum Ge­hen, ei­ne Zeit zum Ankommen …

Ein be­weg­tes Jahr liegt hin­ter mir. Ein Jahr des Um­bruchs, des Los­las­sens, Ge­hen­las­sens, des Zulassens.

Ein Jahr in dem sich al­les ver­än­der­te, es Un­si­cher­hei­ten aus­zu­hal­ten gab und das vor al­lem durch ei­nes ge­prägt war: dem ab­so­lu­tem Ver­trau­en in Gott.

Mei­ne letz­ten Blog­bei­trä­ge lie­gen nun fast ein gan­zes Jahr zu­rück. In den Bei­trä­gen ging es ums Aus­mis­ten der Woh­nung, des Spei­chers und Kel­lers. Es ging dar­um Platz zu schaf­fen für Neu­es. Nicht für Neu­an­schaf­fun­gen, son­dern für ein neu­es Zu­hau­se. Für ein Um­zie­hen, Wei­ter­zie­hen und das mit mög­lichst we­nig Bal­last. Vor ei­nem Jahr war uns be­reits seit ei­ni­ger Zeit klar, dass wir uns vor ei­ner gro­ßen Ver­än­de­rung befanden.

Nach­dem ich zum ers­ten Mal seit mei­ner Aus­wan­de­rung in die Schweiz, im Jahr 2003, Heim­weh be­kam und sich gleich­zei­tig die Ar­beits­si­tua­ti­on bei Si­mon im­mer mehr zum Schlech­ten ver­än­der­te, wur­de uns klar, so geht es nicht mehr weiter.

Je län­ger wir die Si­tua­ti­on be­trach­te­ten, des­to mehr wur­de uns klar, dass es Got­tes Wil­le ist, dass wir wei­ter­zie­hen. Und wir spür­ten schnell, dass wir bei dem Ge­dan­ken nach Ko­blenz in Deutsch­land zu zie­hen, in­ne­re Ru­he fan­den. Al­so fin­gen wir mit gro­ßem Elan an nach ei­ner Ar­beits­stel­le für Si­mon zu su­chen. Doch bald schon muss­ten wir fest­stel­len, dass es al­les an­de­re als ein­fach ist, et­was zu fin­den. Wir ver­brei­ter­ten un­se­ren Ra­di­us und such­ten bis Köln und Frank­furt, doch wir spür­ten da­bei kei­ne in­ne­re Ru­he. Denn ei­gent­lich wuss­ten wir ge­nau was wir woll­ten und das war ei­ne Ar­beit und Woh­nung in Ko­blenz oder nä­he­rer Um­ge­bung. Al­so such­ten wir wie­der im Ziel­ort. Nach vie­lem Nach­fra­gen bei po­ten­ti­el­len Ar­beit­ge­bern, fan­den wir schließ­lich im­mer mehr her­aus, was es so schwer mach­te. Es war we­der das Al­ter, noch die Qua­li­fi­ka­tio­nen. Al­so än­der­ten wir un­se­re Bewerbungstaktik.

Ne­ben der Su­che nach ei­ner Ar­beits­stel­le, such­te ich auch schon nach Um­zugs­un­ter­neh­men, las Zoll­vor­schrif­ten, küm­mer­te mich dar­um, wo man sich in Deutsch­land ver­si­chern muss, wie es mit dem An­mel­den geht, wie mit den Auf­ent­halts­be­stim­mun­gen für Schwei­zer Bür­ger, die ja nicht der EU an­ge­hö­ren und und und. Es gab sehr viel zu tun. Es muss­ten bio­me­tri­sche Pass­bil­der ge­macht wer­den, ich brauch­te ei­nen neu­en Rei­se­pass und muss­te da­zu erst ein­mal ei­nen Ter­min in der Deut­schen Bot­schaft in Bern ha­ben, Si­mon ließ sich eben­falls ei­nen neu­en Rei­se­pass ma­chen und auch ei­ne ID. Es gab sehr viel zu or­ga­ni­sie­ren, aber das ma­che ich sehr gerne.

Nach vie­lem emo­tio­na­len Auf und Ab und der Tat­sa­che, dass sich kei­ne Ar­beits­stel­le fin­den ließ, be­schlos­sen wir ganz auf Gott zu ver­trau­en und kün­dig­ten die Ar­beits­stel­le und gleich­zei­tig die Woh­nung oh­ne et­was Neu­es in Aus­sicht zu ha­ben, denn uns war klar, dass wir nach Ko­blenz zie­hen möch­ten und dass es Got­tes Wil­le ist.

Nun hat­ten wir noch drei Mo­na­te Zeit um et­was zu fin­den. Es war auf ei­ner Sei­te ein ko­mi­sches Ge­fühl so et­was zu tun, aber zu­gleich fühl­te es sich rich­tig an. Und dann ging es auf ein­mal ganz schnell. Si­mon be­kam ei­ne Stel­le und un­ter­schrieb ei­nen Ar­beits­ver­trag. Wir mie­te­ten ei­ne Fe­ri­en­woh­nung für zwei Mo­na­te, be­stell­ten ei­ne Um­zugs­fir­ma, ich ver­pack­te un­ser Hab und Gut, schrieb Um­zugs­lis­ten für die Um­zugs­fir­ma und den Zoll, put­ze die Woh­nung (nach Schwei­zer Stan­dard – Zahn­sto­cher­rein – statt Be­sen­rein), ver­schenk­ten und ver­schrot­te­ten Ge­gen­stän­de und lie­ßen Sperr­müll ab­ho­len. Si­mon nahm sei­nen ge­sam­ten Ur­laub und sei­ne Über­stun­den und dann ging es noch schnel­ler los, als ge­plant, so dass wir noch Zu­satz­über­nach­tun­gen in Ho­tels ma­chen muss­ten. Es war sehr an­stren­gend, emo­tio­nal und nicht im­mer ein­fach. Aber zu­sam­men ha­ben wir es hinbekommen.

Auch die Woh­nungs­su­che hier in Ko­blenz ver­lief al­les an­de­re als ein­fach. Doch dank Got­tes Fü­gung ka­men wir zu ei­ner schö­nen Woh­nung, in der wir nun seit zwei Mo­na­ten sind. Da­zwi­schen gab es noch zwei Mo­na­te in ei­ner Fe­ri­en­woh­nung, ein paar Näch­te in ei­nem frem­den Bett, und an­schlie­ßend zwei Näch­te auf ei­ner Ma­trat­ze auf dem Bo­den. Und das al­les nur mit dem was wir bei uns hat­ten, mit dem In­halt je ei­nes Kof­fers und je ei­nes Rucksacks.

Am 04. No­vem­ber ka­men dann end­lich un­se­re Mö­bel und al­les an­de­re wie­der zu uns, nach dem wir es am 20. Au­gust zum Ein­la­gern (oh­ne Zu­griffs­mög­lich­keit) hat­ten ab­ho­len lassen.

Ei­ne sehr be­weg­te Zeit liegt hin­ter uns.

Dan­ke Gott, dass du uns so gut ge­führt hast. Dan­ke, dass wir wie­der ein­mal mer­ken durf­ten, dass du da bist und uns nicht al­lei­ne lässt.

Lob sei dir mein Gott.

Stei­ne und Mauern

Kis­ten öff­nen – Ge­gen­stän­de sich­ten – Ge­gen­stän­de aussortieren …

Es ist, als ob man Mau­ern, die man um sich auf­ge­baut hat, nie­der­reisst. Doch beim Nie­der­reis­sen fal­len Stei­ne her­ab, sie lie­gen da und dort und blo­ckie­ren den Weg.

Stei­ne zu­sam­men sam­meln und an ei­nem an­de­ren Ort zu­sam­men­tra­gen – auf­pas­sen, dass nicht wie­der ei­ne neue Mau­er entsteht.

Nicht je­der Stein im ei­ge­nen Le­ben muss zu ei­nem Turm auf­ge­baut wer­den – manch­mal ist es auch hilf­reich ein Bau­werk wie­der ab­zu­reis­sen – ab­zu­bau­en – rückzubauen.

Stei­ne aus dem Weg räu­men – den Weg frei­ma­chen – befreien.

Frei ma­chen – frei wer­den für das, was wer­den kann und will.

Die Luft wie­der spü­ren, die die Mau­er nicht mehr durch­ge­las­sen hat – Luft zum At­men erhalten.

Das Licht se­hen, wel­ches leuch­tet – und nun nicht mehr durch das Mau­er­werk ver­deckt ist.

Die Stei­ne weg­brin­gen, aus dem Weg schaf­fen – Wei­te se­hen und wahrnehmen.

Of­fen sein für Neu­es – of­fen sein für ei­nen neu­en Weg – of­fen sein für das, was Gott vor­ge­se­hen hat.

Die Luft, das Licht und die Frei­heit wahr­neh­men und ge­spannt sein, wo­hin der wei­te­re Weg führt.

Und bis da­hin – Ge­duld ha­ben – Ge­duld ler­nen und hof­fen zu er­ken­nen, was Got­tes Wil­le ist.